Zen Road
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Vor 40 Jahren… eine Einladung

Interview mit Daniel Guétault, einem der ersten Schüler Meister Taisen Deshimarus, April 2003

 

[Foto der Guétault-Familie mit Meister Deshimaru vor einem Häuschen auf dem Land]
Mitte der 60er Jahre folgte Daniel Guétault dem Gründer der Makrobiotik, Georges Ohsawa. Während einer Reise nach Japan, wo er an einer Konferenz teilnahm, traf er mit einem japanischen Zen-Mönch zusammen, den er später nach Frankreich einladen würde und der die Geschichte des europäischen Zen verändern, oder besser beginnen sollte. Das war diesen Juli genau vor 40 Jahren.

 

 

Herr Guétault vertritt die Gruppe der „Pioniere“: er wurde der erste Schüler von Meister Taisen Deshimaru; er erhielt das erste Rakusu, Zen-„Zertifikat“ und Kyosaku; kochte die allererste Genmai auf dem Kontinent; öffnete 1967 das erste Dojo in Tours, wo er auch heute noch lebt. Er wurde im April 2003 von Luc Boussard und Marie Maurin befragt, ebenfalls Schüler von Deshimaru.

 

 

Die folgenden Passagen wurden aus ihrem Gespräch ausgewählt, das in vollem Umfang (auf französisch) auf www.deuxversants.com zu finden ist.

 

Frage: Könntest du uns bitte zu Beginn eine historische Abfolge deiner Begegnungen mit Sensei und den ersten Momenten dieses Abenteuers geben?

Daniel Guétault: Ich habe Sensei das erste mal gesehen, als wir mit einer Gruppe befreundeter Makrobioten in Japan ankamen. Wir sind in Paris gestartet und mit dem Flugzeug bis nach Moskau gereist, anschließend bis nach Khabarovsk und dann Nakhodka mit dem Zug. Die Überfahrt über das Japanische Meer war schrecklich: ein Taifun! Und ich war seekrank! Ich kam in Yokohama grün, mit leerem Magen und erschöpft an. Oben vom Schiff, während wir uns für den Landgang fertig machten, sah ich eine Gruppe Japaner auf dem Kai. Ich habe sofort Frau Ohsawa erkannt. Sie war umringt von ein paar Amtspersonen, deren Funktion mir unbekannt war und einem starken, in schwarz und weiß gekleideten Mann, die Ärmel auf die Schultern hochgeschlagen. Ein Mönch? Es war Meister Deshimaru. Das war das erste Mal, dass ich ihn sah.

 

Das war im Juli 1966. Er war 52 Jahre alt. Er ist im Jahr darauf nach Paris gekommen. Dort kam es dann zum ersten Kontakt, und zwar unter folgenden Umständen: der Makrobiotik-Kongress, an dem wir teilnehmen würden, war organisiert worden von George Ohsawa und japanischen Makrobiotik-Gruppen. Im April war aber Ohsawa mittlerweile verstorben und die Japaner stellten sich die Frage, ob sie an dem Kongress dennoch festhalten sollten. Schließlich fand er, trotz der Abwesenheit Ohsawas, statt. Meister Deshimaru und George Ohsawa kannten sich. Sie standen in Briefkontakt. Bei der Eröffnungsveranstaltung des Kongresses saß Meister Deshimaru neben Frau Ohsawa. Wir hatten freundschaftliche und entspannte Begegnungen mit Meister Deshimaru und ich häufiger als die anderen, weil ich englisch sprach. So sprang ich sofort als Dolmetscher ein und Meister Deshimaru bat mich gleich, seine Erklärungen zu übersetzen.

 

Ende August, als der Zeitpunkt kam, nach Paris heimzukehren, ließen wir die Dinge nicht auf sich beruhen. Da wir uns gut mit ihm verstanden und da die Makrobiotik-Bewegung nach Ohsawas Tod gewissermaßen keinen Kopf mehr hatte, luden wir Meister Deshimaru ein, nach Paris zu kommen. Wenn man betrachtet, wo er nach Kodo Sawakis Tod stand, so konnte es nicht besser kommen. Kodo Sawaki verstarb im Dezember 1965 und er hatte zu Meister Deshimaru gesagt — das kann man in seiner Biographie nachlesen — „Jetzt müssen Sie das Zen woanders lehren. Sie dürfen nicht in Japan mit allen seinen Berufs-Mönchen bleiben.“ Meister Deshimaru erzählte mir einmal davon. Er sagte: „Na gut, aber wohin soll ich gehen?“

 

Zu einer Zeit dachte er daran, in die USA zu gehen, so sagte er mir, aber das gefiel ihm nur zur Hälfte, denn dort gab es schon Japaner. Es gab Suzuki. Gut, die USA also, vielleicht, aber letztendlich… Kurzum, er war zu nichts entschlossen. Da hingegen war diese Begegnung mit den Leuten aus Paris, den Europäern, die sich für seine Lehre und seine Praxis interessierten, eine willkommene Gelegenheit. Als Meister Deshimaru mit mir über Paris sprach, wurde mir klar, welche Faszination diese Stadt auf ihn ausübte. Für ihn war es der erträumte Bestimmungsort, nicht nur weil es Frankreich war, sondern auch ein Zentrum auf europäischer Ebene. Er verspürte, dass sich ihm alle Türen öffnen würden, wenn er nach Paris käme. Und dann gab es diese Einladung.

[Foto eines Zertifikats in japanischer Kalligrafie, unterzeichnet von Meister Deshimaru und mit einer Widmug versehen: „M. Daniel Guétault“]

 

Ich habe das erste Zertifikat — wusstest du, dass Meister Deshimaru Zertifikate verteilte — datiert 1966, bevor er nach Frankreich kam, ein Zertifikat der Zen-Praxis. Siehst du, wie das lief: ich wusste kaum, was das war und hatte schon mein Zertifikat. Aber das ist interessant, ich habe das erst später verstanden, es ging darum, zu sähen, zu sähen, zu sähen und er sagte sich dabei: „Wenn ich viele Körner sähe, so werden sicher ein paar keimen.“ Ich bekam auch das erste Rakusu, aber es wurde mir gestohlen. Darüber bin ich immer noch nicht hinweg. Man hat es mir auf dem Parkplatz von Entrevaux gestohlen, bei der Heimreise aus dem Makrobiotik-Lager 1968.

[Foto Meister Deshimarus mit einem zeremoniellen Rakusu, den Kyosaku haltend]

 

Sofort begann ich, Zazen zu leiten. Ich hatte das Rakusu und ich hatte den ersten Kyosaku, den Meister Deshimaru einem Europäer übergeben hatte [im September 1967]. Ein befreundeter Tischler aus Tours hatte drei geschnitzt. Die anderen zwei sind zu Bruch gegangen. Dennoch gab Deshimaru gelegentlich gute Schläge. Ich weiß, dass er einen zerbrach während eines Sesshins im Midi in Frankreich, denn ich habe anschließend davon gehört: „Oh, wie hart hat Sensei geschlagen, er hat den Kyosaku zerbrochen!“

 

Wären die Kyosakus aus Eichenholz gewesen, wie heute, würden sie nicht auf der Schulter eines Kerls zerbrochen sein. Aber diese waren leichter, die Schneide war ziemlich dünn und es ist verständlich, dass sie zerbrechen können, wenn man hart schlägt. Nun gut, meinen habe ich nie zerbrochen. Die Tatsache, dass Meister Deshimaru den Kyosaku auf der Schulter eines Schülers zerbrochen hat, wurde als Beispiel angeführt für seine außergewöhnliche Energie, was im übrigen nicht falsch war.

 

Kurz und gut, Ende August 1966 war er also eingeladen worden, nach Paris zu kommen und er hatte schon Körner gesät, denn natürlich war ich nicht der einzige. Wir hatten zu dritt Kyosaku und Zertifikat erhalten. Die anderen beiden waren auch Makrobioten.

 

Meister Deshimaru hatte mir nie vorgeworfen, Makrobiot zu sein. Niemals, niemals. Er warf aber den Makrobioten vor, einer starren Praxis verhaftet zu sein, und das war es auch, was er mir bei brachte. Bei mehreren Gelegenheiten hat er mich mit meinen Blockaden konfrontiert — ich würde nicht sagen auf eine scharfe Weise, denn er war nie scharf mit mir — aber mit einer gewissen Klarheit.

 

Wenn ich zu ihm in Paris in die Rue Pernety ging, ließ er mich Whisky trinken. Das waren die einzigen Male in meinem Leben, in denen ich Whisky getrunken habe. Mir wurde schlecht davon. Ich trank ein halbes Glas und war schon halb betrunken. Ich sagte mir: „Was soll denn das? Warum lässt Meister Deshimaru mich Whisky trinken? Er weiß, dass ich Makrobiot bin, dass mir das nicht bekommt und dass mich das krank macht.“ Aber da es Meister Deshimaru war, trank ich also. Aber das war für mich lange Zeit ein Fragezeichen. Heute nicht mehr, und das erinnert mich im übrigen an die Geschichte, als Meister Deshimaru das erste Mal Kodo Sawaki in seinem Tempel besuchte und dieser ihm Sake zu trinken gab, worauf Meister Deshimaru sich sagte: „Aber wie kann mir ein Mönch in einem Tempel Sake zu trinken geben?“ Das gleiche Fragezeichen. Meister Deshimaru hat mich gelehrt, die Praxis fortzuführen, aber ohne ihr verhaftet zu sein, das heißt, dass man in bestimmten Situationen Abstand nehmen kann.

 

F.: Du sagtest, eine Dame wäre da gewesen, um ihn in Paris zu empfangen.

D.G.: Ja. Sensei kam am 17. Juli mit dem Zug an. Er hatte die ganze Reise mit dem Zug gemacht. Er hatte das Schiff in Yokohama genommen, das Meer von Japan überquert und den Zug für den Rest der Reise genommen. Am Nordbahnhof warteten Monique L. und Maurice C. auf ihn. Er stieg aus auf den Bahnsteig als Mönch gekleidet, fast ohne Gepäck und in den Händen hielt er ein Zafu. Siehst du das Symbol? Er stieg als Mönch aus dem Zug mit einem Zafu, das heißt mit der Zazen-Praxis in der Hand. „Ich komme nicht als Tourist, ich komme, um euch die Unterweisung in der Zazen-Praxis zu überliefern.“ Und schon am 19. gab er eine Konferenz.

 

Er blieb nicht lange in Paris. Er war von Anfang an von vielen Leuten umgeben. „Mittellos“? Das wäre übertrieben. In materieller Hinsicht kümmerten sich unsere Makrobioten um ihn. Anfangs, am Abend des 17. schlief er, denke ich, im Makrobiotik-Geschäft Kaméo. Es war Sommer und es gab Platz im Lagerraum. Er muss dort zwei oder drei Nächte geschlafen haben. Aber gleich danach verbrachte er den Rest des Juli und den August im Sommerlager der Makrobioten von Brusc. Dort hatte er sein Zimmer, er aß mit uns und dort begannen wir auch richtig und regelmäßig Zazen zu machen. Ich zeltete. Er hatte ein Zimmer im Obergeschoss. Morgens sahen wir ihn nicht, weil er — und das beeindruckte mich — von Anfang an mit dem Schreiben begann. Ich denke, er schrieb das Buch, das später in Japan erschien.

 

Am Nachmittag hingegen trafen wir ihn. Wir gingen mit ihm zum Strand. Meister Deshimaru war in Badehose, wie alle von uns, und ich sehe ihn noch, wir er uns in Badehose die Atmung zeigte mit gekreuzten Beinen. Wir legten ihm dann unsere Hand auf den Bauch, um zu spüren, wie der Bauch sich mit dem Ausatmen ausdehnte. All das kam uns etwas spanisch vor, genauer gesagt japanisch, und wir verstanden nicht genau, worüber er sprechen wollte. Spaziergänger am Strand sahen uns um einen Japaner versammelt. Sie kamen näher und fragten sich, was in aller Welt wir machten. Das war schon komisch. Danach badeten wir. Und wenn sich der Strand zu füllen begann, gingen wir wieder ins Lager hinauf.

 

Neben dem Hotel — es war ein Empfangshotel auf einem Campingplatz — gab es eine Terrasse. Dort machten wir Zazen. Er sagte uns: „Man soll Zazen nicht mit freien Schultern machen.“ Also zogen wir ein Unterhemd an oder legten uns ein Handtuch um die Schultern. Wir setzten uns auf eine Decke oder ein aufgerolltes Handtuch. Es gab zu der Zeit keine Zafus, keine Kolomos, nichts. Wir machten Zazen in Badehose.

 

F.: Erinnerst du dich, ob es Kinhin gab?

D.G.: Kinhin, das ist merkwürdig, daran erinnere ich mich nicht. Ich erinnere mich, Kinhin in Paris gemacht zu haben, aber das war etwas später, als er Wochenenden organisierte. Er begann langsam. Die Dinge kamen nach und nach über Monate hinweg, über ein paar Jahre. Zu Beginn gab es kein Sutra. Es gab den Kyosaku. Daran erinnere ich mich sehr gut, wegen dieser Zazen, die wir nach der Rückkehr vom Strand auf der Terrasse machten. Etwa 10 Meter entfernt davon verlief ein Weg, der Weg vom Strand zu den Ferienwohnungen, die etwas höher lagen. Die Personen, die am Ende des Nachmittags vom Strand hoch kamen, hielten auf dem Weg an, um den unbeweglich dasitzenden Leuten und Meister Deshimaru zuzusehen, der als Mönch gekleidet war. Das machte sie neugierig, also blieben sie stehen. Wir hörten, was sie sagten. Und dann, nach kurzer Zeit, sprachen sie nicht mehr. Da alles still und unbeweglich war, beruhigte sich ihr Geist. Wir hörten sie nicht mehr.

 

Dann gab Meister Deshimaru einen Schlag mit dem Kyosaku. „Oh! Hast du das gesehen! Wie brutal! Er hat zugeschlagen und der andere sagt nichts. Wenn ich der gewesen wäre, hätte ich ihm eine in die Schnauze gehauen.“ Wir hörten solche Dinge. Es gab einen Moment der Aufregung, aber da das „Opfer“ nichts sagte, nicht rebellierte, wurde es wieder ruhig auf dem Weg. Es war merkwürdig und fantastisch, dass die Leute in Stille weitergingen, fast auf Zehenspitzen. Das hat mich beeindruckt und ich habe die Erinnerung daran behalten, denn es hat mich gelehrt, wie die Zazen-Praxis die Welt um einen herum verändern kann. Diese Leute, die diskutierend ankamen und auf Zehenspitzen weitergingen, waren für mich eine ganz unerwartete und außergewöhnliche Erkenntnis.

 

F.: Erinnerst du dich, ob es schon Kusen gab?

D.G.: Das Kusen beschränkte sich auf ein Erinnern an die wichtigen Punkte der Haltung. Aber wir konnten Meister Deshimaru zu jeder Zeit Fragen stellen. Bei diesem Makrobiotik-Lager mit den allerersten Zazen in Frankreich lehrte er uns, wie wir am besten zu sitzen hätten. Und ich muss dir sagen, dass er allein damit genug zu tun hatte. Die Haltungen waren schrecklich. Wir wussten nicht einmal, wie wir die Beine zu kreuzen hatten, wir wussten nichts, nichts, nichts. Meister Deshimaru musste alles aufbauen. Die Unterweisung beschränkte sich auf die Art und Weise zu sitzen und daneben gab es nur Korrekturen der Haltung und den Kyosaku.

 

F.: Gab es zu dieser Zeit ein Leben der Sangha und Sesshins?

D.G.: Sangha? — nein, es gab keine Sangha. Es gab starke Bindungen im Rahmen der Makrobiotik, aber ziemlich individualistische. Es gab noch keine Dojos, nicht einmal in Paris. Ich erinnere mich daran, in Paris Zazen gemacht zu haben, das war Ende 67, hinter dem Makrobiotik-Geschäft. Das war im Winter und es war nicht warm. Und ich erinnere mich, auf einmal Wärme im Rücken gespürt zu haben. Ich sagte mir: „Na so was, sie haben eine Heizung angemacht“. Und als ich für das Kinhin aufgestanden bin, da gab es keine Heizung. Das ist sonderbar, was für Reaktionen man haben kann. Da verstand ich das Phänomen, das man als Erwachen der Energie bezeichnen kann. Oft wird wiederholt „Zazen stimuliert die Energie“ aber dort habe ich gespürt, dass sich etwas in meinem Körper bewegte. Das war für mich eine neue, ganz unerwartete Erfahrung.

 

Ich erinnere mich auch, Zazen gemacht zu haben vor einer sehr schönen normannischen Anrichte, aber ich weiß nicht mehr bei wem. Das war bei einer Privatperson. Das fing so an: die Leute sagten: „Meister Deshimaru, wollen Sie ein Zazen bei mir leiten?“ Es gab kein festes Dojo. Überall, wo er hin ging, ließ er die Leute Zazen praktizieren.

 

Das erste Sesshin, an dem ich teilnahm, war im Februar-März 68 bei René Joly — Taigen René Joly, dem ersten von Meister Deshimaru ordinierten Mönch. Er wohnte in Gretz, einem äußeren Wohnbezirk von Paris. Er hatte einen sehr großen Garten, einen kleinen Park, in dem er ein Dojo hat bauen lassen, (er war Architekt), ein wunderbares, sehr traditionelles Dojo aus Holz, das aber, zu seiner Verzweiflung, immer leer war. Er schlug also Meister Deshimaru vor, Zazen in seinem Dojo zu organisieren. Dort habe ich dann zum ersten Mal Raymond Lambert getroffen. Es gab dort auch Makrobioten, denn zu solchen speziellen Anlässen telefonierte Meister Deshimaru zuvor herum. Er rief mich an, um mich einzuladen. René Joly seinerseits musste auch ein paar Freunden Bescheid gesagt haben. Wir waren etwa 15. Und dabei habe ich dann die erste Genmai vorbereitet.

 

Am ersten Morgen: französisches Frühstück. Es gab Tee, Kaffee, hausgemachte Marmelade, Honig, Brot. Die Gläser wanderten von einem Ende des Tisches zum anderen an Meister Deshimaru vorbei, der in der Mitte saß. „Sensei, wollen Sie nicht meine Marmelade versuchen? Sensei, möchten Sie Tee oder Kaffee?“ Ein anhaltendes Geschwätz. In meiner Eigenschaft als Sekretär und Dolmetscher saß ich vor ihm. Ich begann ihn zu kennen und sah genau, dass ihm etwas durch den Kopf ging. Er sagte nichts mehr. Er schaute vor sich hin, als wenn sein Geist woanders wäre. Dann drehte er auf einmal seinen Kopf, schaute mich direkt in die Augen und sagte: „Tomorrow Genmai.“ Ich hörte dieses Wort zum ersten Mal. Ich erwiderte ihm: „Yes, Sensei, but Genmai, what is it?“ „Rice soup.“ Reis-Suppe, ich verstand ein wenig besser, worum es ging. Aber ich sagte mir „Was genau werde ich machen?“, und ich bat Sensei um Details. Er antwortete mir: „You macrobiotic, you know.“ Und er begann mit den Leuten zu reden, die neben ihm saßen. Ich wusste, was das bedeutete: „Komm damit zurecht, du bekommst keine weiteren Erklärungen. Ich habe genug gesagt. An die Arbeit.“

 

[Bild einer tropfenden Schöpfkelle beim Servieren des Genmai (einer Reissuppe am frühen morgen nach dem Zazen)]

Einen Moment habe ich mich gefragt, was ich machen werde. Na gut, ich war nicht der einzige Makrobiot. Es gab jemand anderen, den ich gut kannte. Also haben wir uns zu zweit daran gemacht. Wir gingen in die Küche von René Joly. Dort gab es Vollkornreis, es gab Gemüse. Ich habe eine traditionelle Reis-Suppe gemacht mit Bio-Vollkornreis natürlich und mit Gemüse — Zwiebeln, Karotten, ich weiß nicht mehr was noch, weiße Rüben… — zuvor in kleine Stücke geschnitten (nicht in winzige, sei hervorzuheben) und angeschmort. Die Genmai schmeckt besser, wenn das Gemüse ein wenig angeschmort ist. Das haben wir also alles zusammen gekocht. Wir haben auch Gomasio vorbereitet, das ist eine Mischung aus Sesam-Körnern und Salz. Es gab auch Soja-Soße.

 

Es gab also das zweite Frühstück. Das verlief überhaupt nicht so, wie das erste. Vor jedem lag eine Schüssel und ein Löffel. Wir hatten auch Dreijahres-Tee (kukicha) vorbereitet. Die Leute fragten sich: „Wir haben nur eine Schüssel, wie können wir trinken?“ Mein Freund war auf der einen Seite des Tisches und ich auf der anderen. Wir bedienten in völliger Stille. Meister Deshimaru wartete ruhig. Wir aßen die Genmai in Stille und als wir den Tee einschenkten, fingen wir bei Meister Deshimaru an, der den Tee mit seinem Löffel umrührte, um seine Schüssel zu reinigen. Ich sehe noch das Gesicht der Leute, die nichts verstanden. Der Dreijahres-Tee in der Schüssel, aus der wir den Reis gegessen haben: für sie war das Spülwasser. Und als sie das trinken sollten, hätten sie um ein Haar ein langes Gesicht gezogen. Das war eine völlig unerwartete Übung. Am Ende hob Meister Deshimaru seinen Kopf, schaute mich an und sagte: „Genmai, good.

 

So ist das gewesen. Ich denke, das war die erste Genmai in der Geschichte des Zen in Frankreich und im Abendland.

 

F.: Erinnerst du dich daran, wie Sensei Schritt für Schritt unabhängig wurde von der Makrobiotik?

D.G.: Das geschah langsam. Er fuhr mehrmals in das Makrobiotik-Lager im Midi. Ich erinnere mich, ich glaube es war 1969, ich erinnere mich jedenfalls, ein Sesshin mit Meister Deshimaru in Annecy gemacht zu haben. Dort war Muriel. Es gab auch Hippies aus der Gegend, die kamen, um Zazen zu machen und es gab Teilnehmer mit einer feinen Nase oder solche, die den Geruch kannten. Sie sagten zu Sensei: „Wissen Sie, die dort sollten sie raus schmeißen, sonst bekommen Sie Ärger. Es riecht nach Haschisch da drinnen.“ Was mich zu der Zeit erstaunt hatte, war, das Meister Deshimaru antwortete: „Nein, nein, nein.“

 

Meister Deshimaru hat zu keiner Zeit egal wem den Zutritt zum Dojo verweigert. Er nahm jeden auf, selbst die Leute, die von den anderen für verrückt gehalten wurden. Im Dojo von Paris hörte ich oft: „Oh! Wissen Sie, mit dem da werden Sie Schwierigkeiten bekommen.“ Oder „Dieser dort ist so und so, Sie sollten ihn nicht ins Dojo lassen.“ Meister Deshimaru ist darauf nie eingegangen. Er nahm jeden auf. Wenn die Leute weg blieben, so kam das von ihnen selbst. Meister Deshimaru schmiss die Leute nicht hinaus. Ich habe das für Tours so beibehalten, das ist unser Prinzip: Empfang, Offenheit — selbst mit Leuten, die Probleme bereiten können oder die nur von Zeit zu Zeit kommen: „Sie kommen, das ist sehr gut, wenn nicht, schade für Sie.“ Man hält die Leute nicht am Ärmel fest, sondern man bemüht sich, diese Geste des Empfangs zu praktizieren.

 

F.: Um Meister Deshimaru versammelten sich also vor allem Makrobioten und ein paar Gelehrte, die schon in den Buddhismus eingeweiht waren?

D.G.: Nicht nur die, nicht im Entferntesten! Nach jeder Konferenz, nach jeder Reise erschienen neue Gesichter. Schon zu Beginn Jeanine Monnot. Sie hat viel zur Gründung der AZE und später der AZI beigetragen. Raymond Lambert, Joga-Lehrer (verstorben im Mai 2006). Er hat seinen Unterricht um die Zazen-Praxis erweitert. Er organisierte Sesshins in Paris, Rouen und in Le Havre. Wer noch? Die Leute vom Theater: Collete R., Germaine D. um einige zu nennen, die ich besser kannte. Man konnte ihre Namen in großer Schrift auf den Plakaten der Pariser Theater lesen.

 

F.: Was mich betrifft, so bin ich ein paar Jahre später dazu gekommen. Aber ich habe oft gehört, dass am Ende der 60er und am Anfang der 70er Jahre eine Welle von jungen „Hippies“ die Nachfolge der ersten Schülergeneration Senseis antrat und dass diese Leute mehr am Buddhismus, an der Esoterik und der Metaphysik interessiert waren.

D.G.: Ja, das ist der Fall für Stéphane, für Alain, für J.B. — eine ganze Gruppe von Mädchen und Jungs. Aber ihre Kultur und ihre Freiheit waren nicht die meine. Das war — schon — nicht mehr meine Generation. Ich hatte wenig Kontakt zu ihnen…

 

F.: Zu der Zeit war es das Dojo in der Avenue du Maine?

D.G.: Die Avenue du Maine hat nicht sehr lange überdauert, weil das Dojo das Wohnzimmer in einer Wohnung war. Die Nachbarn im Haus beschwerten sich, weil zu bestimmten Zeiten der Fahrstuhl von Leuten besetzt war, die Sensei einen Besuch abstatteten, oder weil morgens sehr früh die Glocke im Hausflur zu hören war. Augenscheinlich konnten sie dort nicht bleiben und da sind sie dann nach Pernety umgezogen. Dort aber war das ganze schon etabliert, es war schon solide und gut organisiert. Dort gab es auch die Werkstatt, in der wir begannen Kesas, Zafus, Rakusus und Kolomos zu nähen. In Pernety war die Basis für die Zen-Gemeinschaft schon gründlich gelegt.

 

F.: Und die Ordinationen?

D.G.: Frau Pérusat-Stock war die erste von Sensei ordinierte Nonne. Sie hat meinen ersten Kolomo zugeschnitten und genäht. Er ist ein bisschen dick und ein bisschen kurz, aber ich trage ihn immer noch. René Joly war der erste Mönch. Er kannte den Buddhismus, vor allem Theravada. Er half Sensei, indem er Sesshins organisierte. Und vor allem, indem er die erste Version von Das wahre Zen vorbereitete. Aber es gefiel ihm nicht, dass ihm bald eine Gruppe von „Ignoranten“ folgte. Na gut! Sie praktizierten jeden Tag Zazen mit Sensei, das ist in Ordnung, aber in seinen Augen reichte das nicht.

 

Einige baten sofort um die Ordination, nach ein paar Monaten Zazen. Andere warteten — sie warteten worauf eigentlich? Das war bei mir der Fall. Bis zum Dezember 74 im Dojo von Pernety. J.B., der kürzlich verstarb, war mein Ordinations-Bruder.

 

F.: Hast du den Eindruck, dass es eine Entwicklung in der Unterweisung selbst gab?

D.G.: Nein… nein… was ich eher empfunden habe, war nicht eine Entwicklung sondern eine andauernde Vertiefung. Am Anfang gab es nur die Haltung und den Kyosaku. Und Schritt für Schritt haben sich zur Haltung neue Aspekte hinzu gesellt, zum Beispiel die Atmung und später dann neue Hilfsmittel, das Zafu, der Kolomo, das Rezitieren des Hannya Shingyo.

 

Am Ende jedes wichtigen Sesshins verteilte Meister Deshimaru Zertifikate. Ich habe immer Zertifikate als Professor bekommen. Warum nicht? Ich war ziemlich stolz auf mich. Und dann sehe ich eines Tages: Ah! Ich war „Professor drei“. Na gut, es sind noch Nummer zwei und Nummer eins vor mir. Nach mir gab es die Assistenten. Danach wurde ich befördert zum „Professor zwei“ und zum „Professor eins“. Oben drüber gab es die Meister. Das war die Gruppe der Leute aus Paris, die Sensei sehr nahe waren. Mit meinem letzten Zertifikat bin ich einen Grad aufgestiegen, ich war „Vize-Meister drei“. Damit wurde mir klar, dass das Aufsteigen im Zen kein Ende hat. Es gelingt dir nie, bis zum Gipfel zu klettern, aber mit der Praxis bist du auch auf dem Gipfel. Wir praktizieren ein Sitzen, das uns glauben lässt, wir hätten die Möglichkeit, den Zustand Buddhas zu realisieren, aber gleichzeitig sind wir schon Buddha. Es gibt beides. Es gibt den Weg und die Realisierung.

[Foto eines Schallplattenetiketts des Labels “His Master’s Voice”, auf dem ein treuer Hund zu sehen ist, der das Grammophon lauscht]

 

Um auf die Zertifikate zurückzukommen, ich erinnere mich besonders an ein Sesshin, das war in Lodève und da gab es dann diese Verteilung der Zertifikate. Es war interessant zu beobachten. Man spürte, dass das Zertifikat im Geist der Schüler wichtig war. Es war eine Art der Anerkennung, die ihnen eine regelmäßige, tiefgründige und ausdauernde Praxis bescheinigte. Aber ich erinnere mich an dieses Sesshin, weil zum Schluss, nach der Verteilung aller Zertifikate, noch ein Papier auf dem Tisch übrig blieb. Meister Deshimaru wartete einen Moment. Alle fragten sich, was passieren würde. Das letzte Zertifikat war für den Hund von Alain Cassan, der regelmäßig an allen Zazen teilgenommen hatte, schlafend auf dem Teppich im Eingang des Dojos, auf sein Herrchen wartend. Man holte den Hund und Meister Deshimaru hängte das Zertifikat an das Halsband des Hundes, der augenscheinlich entzückt war, und ich sagte mir, dass alle diese Zertifikate, hinter denen jeder von uns mehr oder weniger her war und die für uns einen Wert darstellten, damit relativiert wurden. Es ist wichtig, aber letztendlich ist es auch wieder nicht wichtig.

 

F.: Wie siehst du die Gegenwart und die Zukunft von Senseis Mission? Du sagtest vorhin, dass er seine Zeit damit verbrachte, Körner zu säen. Keimen diese Körner jetzt?

D.G.: Man muss zugeben, dass es viele gibt, die nicht gekeimt haben, das ist sicher… Eine Sache hat mich getroffen. Als Meister Deshimaru verstarb, gab es unter denen, die ihm auf jedem Schritt folgten, die ihn keine Sekunde alleine ließen, einen Teil, der schnell verschwand. Das sieht man, wenn man die Fotos betrachtet. Ich denke, es gab da eine Bindung mehr an die Person des Meisters, als an die Praxis. Ich denke, das muss uns auch eine Lehre sein. Das erinnert mich an den Tod Buddhas. Bei seinem Tod sagte er seinen Schülern: „Weint nicht. Ich verlasse euch, aber ich lasse euch eine Unterweisung zurück.“ Kurz gesagt bedeutet das: „Bleibt nicht an meine Person gebunden. Sonst werdet ihr nichts mehr unternehmen.“ Auch für uns ist unser Meister jetzt die Unterweisung, die Meister Deshimaru uns hinterlassen hat. Und er hat uns genug hinterlassen, damit wir uns alleine zurecht finden können und sie mit eigenen Mitteln vertiefen können. Ich bin immer wieder erstaunt zu sehen, wie man die Unterweisung in der Zazen-Praxis wiederfindet, wie man die Texte über die Haltung verstehen kann.

 

F.: Du denkst also, dass uns Sensei eine ausreichend vollständige Unterweisung hinterlassen hat, damit wir uns alleine zurecht finden?

D.G.: Na hör mal, ehrlich, ich glaube ja. Shikantaza, einfach sitzen.

 

F.: Was hältst du von der Rückbesinnung auf Japan, die von den zur Zeit Verantwortlichen der Sangha vorangetrieben wird, mit Blick auf eine Vervollständigung der Ausbildung, auf eine Zertifizierung, oder was sonst noch…?

D.G.: Ich verstehe die Besorgnis der AZI, weil ich gelegentlich in Dojos gehe, die mehr oder weniger eng der AZI folgen: sie haben alle ihre spezielle Art und Weise. Es besteht das Risiko, dass jeder Verantwortliche in seinem Dojo sich zu persönlich aufführt, das Risiko, sich zu verzetteln oder in alle Winde zerstreut zu werden, das Risiko, dass die Unterweisung ihre Einheit verliert, ihren Geist. Ich verstehe also, dass die AZI versucht, das alles etwas zu vereinheitlichen. Aber auf der anderen Seite denke ich, hat uns Meister Deshimaru das Wesentliche mitgebracht. Er hat uns die Zazen-Praxis mitgebracht, die Übersetzungen und Kommentare von Texten der großen Meister der Tradition…

 

Wir sollten nicht imitieren, was in Japan Brauch ist, wir sollten uns dem nicht anpassen. Man hat den Eindruck, dass das Soto dort eine soziale Anerkennung erfährt, eine Rolle spielt, einen Platz einnimmt. Ich glaube, das Zen muss, vielleicht nicht zurückweisen oder „anti“ sein, aber es muss sich außen vorhalten von dem „Überschäumen“ der sozialen Welt, das zutiefst vom Profit-Geist angetrieben wird. Profit-Geist, die Bindung und die Zurückweisung. Hier haben wir die drei Punkte, den Motor der Welt, in der wir leben. Ich glaube natürlich, man muss vermeiden, in diese Maschinerie hineingezogen zu werden.

 

F.: In Zusammenhang mit dem Buddhismus: glaubst du, dass Sensei großen Wert auf die buddhistische Wurzel des Zen legte?

D.G.: Er verwies öfter auf Dogen und auf das Shobogenzo, als auf die Worte Buddhas, das stimmt. Ich habe mir diese Frage gestellt. Bis zu einem Punkt, an dem ich mich fragte, ob man in der Unterweisung Meister Deshimarus die Lehre Buddhas als solche wieder findet. Aber der Buddha wandte sich an Leute, die im Indien einer bestimmten Epoche lebten, die ihre Tradition und ihre Kultur hatte. Seine Unterweisung bestand darin, ihnen das Dharma in einer wahrnehmbaren und erreichbaren Weise darzulegen. Sensei wandte sich an Menschen des Abendlandes, deren Kultur völlig anders war. Er konnte nicht den gleichen Wortschatz verwenden. Die Sprache ist ganz anders, in einem Maße, dass wir immer noch große Schwierigkeiten haben, die Texte zu übersetzen. Ich glaube, genau das ist der Verdienst von Sensei: er hat immer versucht, für jemanden des Abendlandes erreichbar zu sein. Das ist etwas, das man spüren konnte: das Bemühen darum, von den Leuten verstanden zu werden, zu denen er sprach. Das war das Verhalten Buddhas, der selbst lokale Dialekte sprach, um für seine Gesprächspartner erreichbar zu sein.

 

F.: Abschließend noch die Frage: Wenn sich das Zen — ich meine das Zen von Deshimaru und Kodo Sawaki — weiterentwickelt, welche Art von Beziehung sollte es deiner Meinung nach mit den Einrichtungen Japans unterhalten?

D.G.: Eine herzliche Beziehung, das ist klar, aber kein „Hinterher Laufen“. Das Licht des Mondes reflektiert grün von einem Grashalm und grau von der Oberfläche eines Sees. Das ist normal. Aber es wäre sicherlich ein Fehler, davon abzuleiten, dass das Mondlicht grün ist oder dass es grau sein muss.

 

F.: Wenn du dich daran erinnerst, wie war Meister Deshimarus Haltung zu diesem Thema?

D.G.: Ich erinnere mich daran, dass ich ein oder zwei mal Leute gehört habe, die das Zen in Paris im Dojo entdeckt hatten und sagten: „Ah! Das interessiert mich. Jetzt werde ich nach Japan fahren.“ Meister Deshimaru antwortete: „Das ist unnötig. Wenn die Zazen-Praxis Sie berührt, dann fahren Sie nicht nach Japan, kommen Sie hier ins Dojo.“ Ich behaupte nicht, dass Meister Deshimaru misstrauisch war, aber war der Titel seines ersten in französisch erschienenen Buches nicht Das wahre Zen? Ich habe ihn auch sagen gehört: „Wenn ich euch das Zen lehrte, wie man es in Japan praktiziert, gäbe es niemanden mehr im Dojo“.

 

F.: Und was denkst du darüber — falls es dir nichts ausmacht, darüber zu sprechen — dass er keinen offiziellen Nachfolger bestimmt hat und dass er uns ohne Zertifizierung, ohne Authentifizierung zurück gelassen hat?

D.G.: Meinte er vielleicht, dass seine Schüler, selbst die, die ihm am nächsten standen, nicht reif waren? Wollte er, dass wir uns selbst zurecht finden? Vielleicht hoffte er auch, noch ein paar Jahre vor sich zu haben. Als er nach Japan zurückkehrte, war er wahrlich krank, aber letztendlich kann eine Operation auch gelingen. Die Frage ist heikel. Kann man eine Antwort darauf geben?

 

F.: Ich denke daran im Zusammenhang mit dem Wunsch einer Legitimierung, einer offiziellen Authentifizierung, die die zurzeit Verantwortlichen der Sangha zu beschäftigen scheint…

D.G.: Wenn ich mich nicht irre, so hatte Meister Deshimaru, als er nach Frankreich kam, nicht das Shiho. Man kann eine Parallele dazu ziehen. Es stellt sich nun die Frage, ob es notwendig ist, ein offizielles Shiho zu haben, um das, was man empfangen hat, weiterzugeben. Na gut, natürlich kann man darauf mit ja antworten und man kann mit nein antworten.


Ein Dankeschön unseren Freunden von Deux Versants für ihre großzügige Erlaubnis, diesen Artikel zu übersetzen und wiederzugeben und an Daniel Guétault, dafür, dass er dabei war zu dieser Zeit und dass er uns davon erzählt hat.

 


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